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Sorte
Die Avocado-Sorte Hass
Die meistverkaufte Avocado der Welt. Was den Hass ausmacht, woher er kommt und warum wir im Campo von Frigiliana genau diese Sorte anbauen.
Hass ist keine uralte Landsorte. Die Sorte entstand in den 1920er Jahren zufällig in La Habra Heights, Kalifornien. Der Briefträger Rudolph Hass pflanzte Sämlinge. Einer trug Früchte mit rauer Schale, starkem Aroma und gutem Ertrag.
Seinen Kindern schmeckte er besser als die damals übliche Sorte Fuerte. 1935 ließ Hass den Baum unter seinem Namen patentieren (US-Pflanzenpatent Nr. 139). Heute stammen praktisch alle Hass-Avocados der Welt von diesem Mutterbaum ab. Der Originalbaum lebte bis 2002.
Genetische Untersuchungen sehen im Hass eine Kreuzung aus mexikanischen und guatemaltekischen Typen (etwa 61 % / 39 %). Es war kein Labor-Zuchtprogramm, sondern ein glücklicher Sämling.
Woran du einen Hass erkennst
Dicke, genarbte Schale, dunkelgrün solange die Frucht noch fest ist. Beim Nachreifen wird sie violett-dunkel bis fast schwarz. Praktisch: Du siehst den Reifegrad nicht nur am Druck, sondern auch an der Farbe.
Das Fruchtgewicht liegt oft ungefähr zwischen 140 und 350 Gramm, je nach Baum und Saison. Das Fruchtfleisch ist cremig, kaum faserig, nussig im Geschmack. Der Kern ist im Verhältnis zur Frucht eher klein.
Im Unterschied zu vielen glattschaligen, grünen Sorten (etwa Fuerte) wirkt ein reifer Hass nicht mehr „unreif grün“. Die Schale dunkelt deutlich nach.
Reifer Hass: dunkle, genarbte Schale, cremiges Fruchtfleisch und Kern.
Warum Hass den Markt dominiert
Hoher Ertrag, gute Qualität und eine robuste Schale für den Transport. Der Fettanteil liegt oft bei etwa 18 bis 22 Prozent, höher als bei vielen anderen Sorten. Das gibt Cremigkeit und bessere Haltbarkeit.
Wichtig: Avocados reifen nicht am Baum. Sie werden geerntet, wenn der Ölgehalt passt, und reifen danach nach. Deshalb kommen frisch gepflückte Hass-Früchte bewusst fest bei dir an und werden in ein paar Tagen genussreif.
In Spanien und besonders in Andalusien ist Hass die dominante Sorte. In der Axarquía und an der subtropischen Küste passt das Klima: milde Winter, warmer Sommer, ohne starke Fröste.
Hass bei uns in Frigiliana
Wir setzen auf eine Sorte: Bio-Hass. Keine Mischkisten aus anderen Herkünften oder Sorten. Du weißt, was du bekommst: gleiches Geschmacksprofil, gleiche Reifelogik.
Die Bäume stehen im Campo unterhalb von Frigiliana, in der Axarquía. Wir pflücken von Hand und erst, wenn deine Bestellung da ist. Kein Supermarkt-Kühlhaus, keine Gasreifung fürs Regal.
Wie die Frucht bei dir nachreift und wann sie löffelweich ist, steht in der Reife-Sektion auf der Startseite. Rezeptideen findest du unter Rezepte.
Kurzdaten
Name: Hass (Persea americana, Sorte Hass). Herkunft der Sorte: Kalifornien, 1920er; Patent 1935. Optik: raue Schale; grün bei Ernte, dunkel bei Genussreife. Fruchtfleisch: cremig, nussig. Typische Größe: mittel bis groß. Verwendung: Toast, Guacamole, Salat, Cremes. Lagerung: fest bei Zimmertemperatur bis sie nachgibt, danach im Kühlschrank noch einige Tage.